Vielleicht hat man nicht die Möglichkeit eine Pelletsanlage zu installieren, möchte aber trotzdem auf erneuerbare Energie setzen? Eine ebenso umweltfreundliche wie saubere Alternative zu Pellets ist die Wärmepumpe.
Wärmepumpen gelten als effiziente Energielieferanten und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dies gilt vor allem in Zeiten in denen man sich von Öl und Gas unabhängig machen will. Wärmepumpen nutzen regenerative Energien, um Wärme zu erzeugen. Das heißt, die Technik bedient sich an natürlicher, in unserer Umwelt vorkommender Wärme – aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Boden – um das Innere des Hauses zu beheizen. Das Einsparungspotenzial ist beträchtlich: Bis zu etwa 50 % der Heizenergie lässt sich mit dieser Technologie sparen.
Die Technologie ist weniger komplex als vielleicht zuerst angenommen. Wie oben kurz beschrieben, beziehen Wärmepumpen ihr Futter aus natürlich vorhandenen Ressourcen und wandeln diese Energie in Heizwärme um. Vereinfacht ist die Funktionsweise mit der eines umgekehrten Kühlschrankprinzips zu vergleichen. Der Umgebung wird Wärme entzogen und diese wiederum nach innen abgegeben. Die aus der Umwelt gewonnene Wärme wird auf einem Träger, ein stetig zirkulierendes Kältemittel, übertragen und verdichtet. Die hierbei entstehende Hitze wird an den Heiz- und Wasserkreislauf abgegeben. Außerdem kann man die meisten Wärmepumpen im Sommer in umgekehrter Weise anwenden: Sie sorgen dann für ein angenehm kühles Raumklima.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Arten von Wärmepumpen: der Luft-Wärmepumpe, der Wasser-Wärmepumpe und der Sole-Wasser- bzw. Erdwärmepumpe. Die Luft-Wärmepumpe bezieht ihre Energie aus der Umgebungsluft und überträgt diese direkt auf die Raumluft und/oder den Wasserkreislauf. Die Wasser-Wärmepumpe nutz das Grundwasser zur Energiegewinnung. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe bedient sich an der in der Tiefe vorhandenen Erdwärme.
Eine Wärmepumpe zu installieren ist nicht aufwändiger als herkömmliche Heizungsanlagen – jedoch schrecken die hohen Investitionskosten von rund 10.000 bis 20.000 Euro den einfachen Eigenheimbesitzer zunächst ab. Man sollte sich jedoch bewusst machen, dass sich die Anschaffungskosten auf längere Zeit betrachtet durch die Ersparnis rechnen. Dies hängt nicht nur mit der langen Lebensdauer einer Wärmepumpe zusammen, die im Schnitt 20 Jahre beträgt. Zudem bietet sich für Wärmepumpen als Teil erneuerbare Energien unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit zur Förderung durch Programme durch Bund und Länder.
Die benötigte Heizenergie mit Hilfe einer Wärmepumpe zu gewinnen stellt also eine effiziente und vor allem umweltfreundliche Methode dar. Welche Variante am besten passt, hängt maßgeblich von der Umgebung des Hauses, der Bodenbeschaffenheit und geltenden Vorschriften ab. Mehr Information zu den unterschiedlichen Techniken, den Vor- und Nachteilen, den nötigen Voraussetzungen aber auch den Kosten sind unter Wärmepumpekosten zu finden. Zudem findet man dort Tips, auf was man achten sollte, wenn man sich für eine Wärmepumpe entscheidet.